Vom Konzern ins Startup

Svenja Müller ist Vorstand der DITAX Strategy Consulting AG. Zuvor war die 31-Jährige mehrere Jahre lang in der Finanzabteilung der Diehl Metering GmbH, eines Teilkonzerns der Diehl Stiftung, tätig. Müller bringt dabei nicht nur Expertise aus den Bereichen Finanzierung und Bilanzierung mit. „Die Themen Marketing, PR und Kommunikation liegen mir ebenfalls am Herzen“, erklärt sie. Ihre Masterarbeit im Studiengang Finance & Accounting schrieb sie über die IFRS-Bilanzierung im Profifußball. Zuvor absolvierte sie ein journalistisches Volontariat bei einer Zeitschrift.

Breites Aufgabenfeld

„An der Position bei DITAX“, so Müller, „reizt mich, dass ich ein Unternehmen komplett mit aufbauen kann – quasi das totale Gegenteil zur Arbeit im Konzern. Nirgends“, fährt sie fort, „könnte ich ein so breites Aufgabenfeld beackern. Finanzen, Marketing, Sales und Strategie sind nur einige Bestandteile meiner Arbeit. Das ist einfach irre abwechslungsreich!“ Zu schätzen wisse sie außerdem die flexible Arbeitssituation. „Als Mutter einer kleinen Tochter arbeite ich gern zeitlich und örtlich flexibel – und dabei viel effizienter als vorher. Ich will zeigen, dass ich überall einen guten Job machen kann: als Co-Founder und Mutter.“

Vereinbarkeit von Familie und Karriere

Überhaupt: Dass das Thema Vereinbarkeit auch heute noch häufig ein Problem darstellt, findet Müller schade. Sie will zeigen, dass es auch anders geht. „Familie ist nicht nur mein Thema. Mein Mann und ich sind beide gleichermaßen dafür verantwortlich, dass das Kind saubere Klamotten trägt, der Hund rauskommt oder der Kühlschrank voll ist. Je nach Workload gibt es aber Tage, an denen das eher an mir oder mehr an meinem Mann hängen bleibt. Ich schiele dennoch gerne zu erfolgreichen Unternehmerinnen und gucke, was die so machen. Wie arbeiten die? Warum schaffen die es trotz ihres Erfolges, ihre Kinder nicht in der Kita zu vergessen? Was machen die anders als ich?“ Sie empfiehlt, sich Vorbilder zu suchen und untereinander zu vernetzen – im analogen Leben, aber auch virtuell. Schließlich gebe es heute viele spannende Frauen, die in sozialen Netzwerken Einblicke geben, wie sie ihre Karriere pushen und mit ihrer Familie vereinbaren. „Das ist für mich sehr inspirierend und zeigt, dass alles irgendwie funktionieren kann!“