Wandel, Veränderung, Change

Steuerkanzleien, Steuerberater und Steuerberatungsgesellschaften befinden sich mitten in im Umbruch. In der Branche jagt eine Entwicklung die Nächste und fast im Wochenrhythmus ergeben sich neue Möglichkeiten. Die technischen Anwendungen, die Steuerberater in Ihrer Arbeit unterstützen häufen sich. Die größte Herausforderung ist es aktuell, den Überblick über alle Möglichkeiten zu behalten und insbesondere die richtigen Werkzeuge für sich und seine Kanzlei zu identifizieren.

Dabei wird der Mandant zwar nicht komplett vernachlässigt, aber im Vordergrund bei allen Überlegungen steht er nur selten. Die Fragestellungen, die sich im Zusammenhang mit unseren Mandanten ergeben, kreisen meist um die Anbindung von Vorsystemen und den Austausch von Daten und Unterlagen.

Möchten das unsere Mandanten überhaupt?

Diese Fragen stellen sich aktuell sehr viele Berater und Kanzleien. Gleichzeitig lässt sich auch immer wieder beobachten, dass sie auch als Hintertür gesehen wird, um den notwendigen Change und die damit verbundenen Investitionen zu verzögern oder sogar überhaupt nicht anzugehen.

Befassen wir uns allerdings mit dem Mandanten 2030, können wir ohne zu Zögern diese Frage mit Ja beantworten!

Mit dem Mandanten 2030 müssen wir keine Diskussionen über die Notwendigkeit von digitalen Prozessen oder deren Vorteile führen. Der Mandant 2030 setzt diese voraus und kennt umso besser deren Nutzen.

Wo knüpfen wir zukünftig an?

Somit ist dieses Thema abgehakt. Die Überlegungen gehen aber weiter. Denn gehen wir einmal davon aus, dass im Jahr 2030 sämtliche Routinetätigkeiten vollautomatisiert erledigt werden, ohne dass ein Mensch in den Prozess eingreifen muss, stellt sich doch vielmehr die Frage: “Wo haben wir dann überhaupt noch regelmäßige Anknüpfungspunkte?”

Was bedeutet das also für die Zusammenarbeit mit unseren Mandanten?

Was ist dem Mandanten 2030 wichtig?

Dazu haben wir in die Zukunft geblickt und vier Kriterien herausgearbeitet, die wir als wahrscheinlich ansehen. Bei unseren Überlegungen handelt es sich um Zukunftsszenarien, die nicht abschließend zu verstehen sind und schon gar nicht als Vorgabe gesehen werden sollen. Wir möchten damit zur Diskussion anregen und uns mit Ihnen über diese Entwicklungen austauschen.

Vertrauen

Die Steuer ist immer noch Vertrauenssache. Und das wird auch weiterhin so bleiben! Bei seinen Steuerangelegenheiten möchte man kein Risiko eingehen und vertraut daher einem Profi: dem/der Steuerberater/in.

Aber wird das auch in Zukunft so sein? Plattformen ändern unser Verständnis von Vertrauen. Zu Beginn sind wir skeptisch, aber neugierig. Wir probieren es aus und es klappt. Wir tauschen uns mit anderen darüber aus und erfahren, dass auch unsere Freunde und Bekannte diese Plattform nutzen.

Und plötzlich können wir es uns nicht mehr vorstellen,

  • dass wir früher zur Bankkontoeröffnung einen Termin vereinbart haben und das Ganze länger als zehn Minuten gedauert hat…
  • dass wir zur Buchung eines Hotels in ein Reisebüro gegangen sind…
  • oder dass wir unsere Steuererklärung vom Steuerberater haben erledigen lassen…

Klingt nach Zukunft? Bereits heute ist es möglich seine Steuererklärung durch Drittanbieter (Plattformen) erledigen zu lassen. Die Anwendungsszenarien sind zwar noch sehr begrenzt, aber die Systeme lernen und sie lernen schnell! Das Jahr 2030 liegt noch über zehn Jahre vor uns. Blicken wir zehn Jahre zurück, hat sich schon unfassbar viel getan und unser Privatleben sowie die Ausübung unseres Berufs haben sich enorm geändert.

Was ist also in den nächsten zehn Jahren noch alles möglich?

Kommunikation

Der Mandant 2030 wird viel konkretere Anforderungen an die Kommunikation mit seinem Steuerberater haben. Er wurde er über Jahre hinweg von den großen Playern der Online-Industrie konditioniert. Er ist es also von Kindesbeinen an gewohnt, alles immer noch schneller, noch effizienter und noch transparenter abgewickelt zu bekommen. Und dieser Erwartungshaltung wird auch der Steuerberater gerecht werden müssen.

Das ist ein erheblicher Unterschied zu der Generation, die heute noch den Großteil unserer Mandanten darstellt. Wir betreuen heute überwiegend Generationen, die noch aus der analogen Zeit kommen bzw. sog. Digital Immigrants sind. Der Mandant 2030 – ein klassischer Digital Native – wird keine Verzögerungen in der Kommunikation dulden. Er ist es gewohnt, sofort eine Antwort zu erhalten und das möchte er in jeder Lebenslage. Wir müssen uns also Gedanken darüber machen, wie wir das realisieren können.

Was bedeutet das also für die Kommunikation mit unserem Mandanten 2030?

Zusammenarbeit

Die Themen werden immer komplexer. Es wird kaum noch Player auf dem Markt geben, die alles alleine richten können.

Das weiß der Mandant, damit ist er vertraut und das fordert er auch!

Für den Mandanten 2030 ist es vollkommen normal, mehrere Ansprechpartner zu haben. Dies gilt auch für das Thema Steuern. Denn aufgrund der steigenden Komplexität wird ein Berater nicht mehr alles abdecken können. Das bedeutet für Kanzleien (insbesondere kleinere Kanzleien), dass Kooperationen mit Kollegen und die Zusammenarbeit mit berufsfremden Gruppen zum Alltag werden.

Wer sich dem verschließt, ist raus!

Wie können wir es also schaffen, effizient mit anderen zusammenzuarbeiten, obwohl jeder sein eigenes In-sich-geschlossenes System hat? Oder bedeutet das, dass sich auch hier etwas ändern muss?

Wissensbeschaffung

Der Mandant 2030 ist in einer Gesellschaft aufgewachsen, in der er alle Informationen sofort verfügbar hat. Wenn er etwas wissen möchte, kann er es sofort auf seinem Smartphone abrufen und muss dafür nichts zahlen. Dieser Entwicklung müssen wir uns auch anpassen.

Unsere zukünftigen Mandanten sind nicht mehr bereit für sog. „einfaches Wissen“ Geld zu bezahlen. Was verstehen wir unter einfachem Wissen?

Folgendes Beispiel zum Thema Gründungsberatung:

Eine Standard-Gründung, zum Beispiel einer GmbH, mit den immer gleichen Abläufen ist zukünftig kein Beratungsfeld mehr. Entweder wird dieser Vorgang seitens der Behörden automatisiert oder seitens der Berater genutzt, um einen Zusatzservice anbieten zu können. Die Antworten zu diesen Fragen sind bereits heute frei verfügbar und im Regelfall immer wiederkehrend. Lediglich die Strukturierung dieser Informationen sowie das Vertrauen in diese frei verfügbaren Informationen fehlen heute noch.

Denken wir allerdings an den Punkt Vertrauen, wird diese Hürde zwangsläufig fallen. Gleichzeitig ist die Strukturierung dieser bereits heute verfügbaren Informationen ein Leichtes.

Was bedeutet das für unsere Beratungsleistungen? Sind nun auch diese in Gefahr?

Wie werden wir diesen Ansprüchen gerecht?

Hierüber möchten wir mit Ihnen diskutieren!

//  Was halten Sie von unseren möglichen Zukunftsszenarien?

//  Welche Ideen zur Erfüllung der Ansprüche des Mandanten 2030 haben Sie?

//  Freuen Sie sich auf den Mandanten 2030?

Kommentieren Sie unseren Beitrag oder unsere Social-Media-Beiträge oder schreiben Sie uns auch einfach eine Nachricht: info@ditax.ag!

Wir freuen uns auf Ihren Input, den Austausch und die Entwicklung neuer Gedanken und Ideen.

Event zur Live-Diskussion aller Ideen

Alle Inputgeber laden wir zu einer kostenfreien Session in eine atemberaubende Location ein!

Gemeinsam strukturieren wir die Ergebnisse und diskutieren über die Zukunft.

Seien auch Sie dabei, wenn sich die Vordenker unserer Branche einfinden und nutzen Sie die Veranstaltung zum Networking.