Welche Mitarbeiter benötigt der Steuerberater für den Mandanten2030?

Natürlich möchten wir die Ergebnisse unserer Mandant2030-Sessions vom 5.12.2019 in den Design Offices auch an dieser Stelle teilen. Vorab sei nur gesagt: Wie interdisziplinär Steuerberatung schon ist und noch viel mehr wird, hat sich in der gemeinsamen Erarbeitung der Themen bereits eindrucksvoll gezeigt. Dank der guten Durchmischung der Teilnehmer und ihrer Expertise konnten wir die jeweiligen Themenfelder recht umfangreich betrachten. Unsere zweite Session an diesem Nachmittag drehte sich um dieses Thema: Welche Mitarbeiter benötigt der Steuerberater für den Mandanten2030?

Weiterbildung ist obligatorisch

Wie müssen sich Mitarbeiter an die künftigen Rahmenbedingungen anpassen? Welche Fähigkeiten brauchen sie? Welche Ausbildungen sind gefragt? Und worin werden ihre Aufgaben bestehen? Hier einige Impulse aus der Session:

  • Rollen: Zukünftig werden sich bestimmte Rollen ausprägen müssen: Der Kümmerer etwa sorgt für den reibungslosen Ablauf in der Kanzlei, indem er beispielsweise Aufgaben anfragt und delegiert. Der IT-Spezialist, wir nennen ihn den Digitalisierungsbeauftragten, ist Experte für digitale Prozesse, Soft- und Hardware. Und dann gibt es neben der Kanzleileitung Fachexperten, die steuerrechtliche, buchhalterische und betriebswirtschaftliche Fachleute sind. Ob es die eierlegende Wollmilchsau unter den Mitarbeitern geben kann, die sowohl fachlich als auch technisch versiert ist, ist fraglich.
  • Mitarbeiter-Mandanten-Beziehung: Gute Kanzleien zeichnen sich aus, weil ihre Mitarbeiter Brückenbauer sind. Möglicherweise könnte sich hier auch eine eigene Rolle etablieren: die des Kundenverantwortlichen. Dieser zeichnet sich durch Empathie und ausgeprägte Kommunikationsfähigkeiten aus.
  • Jeder Mitarbeiter bringt sein eigenes Mindset mit. Dieses muss seinen Tätigkeiten entsprechen und umgekehrt. Nur so können Potenziale genutzt werden.
  • Lernreise: Training on the job, berufliche Weiterbildung, blended learning – wie auch immer man es nennen möchte! Weiterbildung ist essenziell, muss permanet sein und zeichnet gute Mitarbeiter aus. Klar: Online-Angebote werden eine immer wichtigere Rolle spielen.
  • Die Kanzleikultur ist prägend für das Team. Sie entscheidet letztlich, welche Mitarbeiter Teil des Teams sein möchten – unter Umständen kann sie sogar abschreckend auf potenzielle Bewerber wirken. Umgekehrt ist ein Bestandteil der Kanzleikultur auch der Mindset-Mix der Mitarbeiter. Und nicht zuletzt entscheidet oftmals auch der Mandant2030 nach der Kanzleikultur.

Unersetzbar machen

Zusammenfassend lässt sich sagen: Der MITARBEITER2030 wird keineswegs, wie in einem anderen Beitrag in diesem Blog überspitzt formuliert, überflüssig. Jedenfalls nicht jener Mitarbeiter, der sich an die sich ändernden Anforderungen anpasst, stetig weiterbildet und neugierig bleibt. Sich unersetzbar machen – so muss die Devise lauten. Jetzt und in Zukunft noch viel mehr!